Klima

Breitengrade

Die wichtigen Weinbaugebiete der Erde verteilen sich hauptsächlich in zwei Gürteln rund um die Erde: auf der Nordhalbkugel zwischen dem 50. und 40. Breitengrad und auf der Südhalbkugel zwischen dem 30. und 45. Breitengrad. Innerhalb dieser Gebiete ist das Wetter einschließlich Sonnenstunden und Regendauer ausreichend stabil um potentiell hochwertige Weine herzustellen. Außerhalb dieser Gebiete wird zwar auch Wein angebaut, jedoch erreicht er entweder nicht die allgemeine Qualität oder hat gewisse andere Eigenschaften, die einen anderen Einsatzzweck haben (Likörweine, Dessertweine, Verschnittweine). Allerdings gibt es einige wenige Nischenzonen, wo z.B. Gewässer oder Hanglagen für Ausnahmen sorgen.

Mikroklima

Geografische Besonderheiten führen darüber hinaus zu weiteren Einflüssen, die mitunter sehr wichtig werden: die kühle Nähe eines großen Gewässers, die kühle Feuchte eines nahen Flußlaufes, ein etwaiger Talboden zum Halten des Nebels, eine Hanglage zur besseren Sonnenausnutzung usw.



Boden

Reiche Böden

Je besser der Boden, desto schlechter der Wein - so könnte man es allgemein formulieren. Wo niemand auf die Idee kommen würde, Obst oder andere Nutzpflanzen auf kargen Böden zu züchten, spielt die Rebe hier ihre Stärken aus. Denn je schwerer und feuchter der Untergrund ist, umso flacher wird der Wein im Charakter. Auch humushaltige Böden geben die ganze Kraft ins Blattwerk und in den Stamm und hinterlassen einen Wein ohne Gehalt und Tiefe.


Karge Böden

Gute, sprich für den Weintrinker geeignete, Böden sind steinig oder sandig. Egal ob fein oder grob, Schiefer oder Kalk, entscheidend ist die Tatsache, daß die Wurzeln große Anstrengungen unternehmen müssen, um die Pflanze mit Nährstoffen zu versorgen. Aus dieser Knappheit heraus wird zuerst das Wichtigste der Pflanze, die Frucht/Beere, versorgt. Stamm und Blätter sind daher zweitrangig und ermöglichen die Bildung von Körperreichtum, Leichtigkeit oder Feingliedrigkeit im späteren Wein.


Sonstiges

Je nach Boden-Beschaffenheit kommen noch weitere Bedingungen hinzu: Wasserdurchlässigkeit der Bodenschichten, Ablaufmöglichkeiten des Regens, Begünstigung von Nebelbildung, Kombination verschiedener Arten von Boden und Unterboden.


Menge-Güte-Relation

Wie der Name schon andeutet, kommen alle hier genannten Komponenten zusammen und machen das aus, was den Wein geschmacklich entscheidend beeinlußt (abgesehen von der Traube natürlich!). Einfach ausgedrückt bedeutet dies, daß hoher Ertrag nicht gleichzeitig hohe Qualität bringt. Das Gegenteil ist der Fall: erst wenn die Menge der gewachsenen Trauben auf ein bestimmtes Maß zurückgehalten wird, kann mit einer vernünftigen Qualität gerechnet werden, da alle Kraft und Aromen auf wenige Trauben verteilt werden.


aktualisiert: 07/2011 | Anregungen hier abgeben

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