Alternativen

Geschmacklich gibt es unserer Meinung nach Parallelen in Italien, Kalifornien, natürlich Frankreich und eventuell noch in Spanien und Australien. Das soll nicht heißen, daß uns Weine aus anderen Ländern nicht schmecken, für uns haben sich jedoch in der Vergangenheit diese Länder als besonders interessant erwiesen.


I t a l i e n

Man schaue nach Nord-Italien, wo ein Chianti, ein Barolo oder ein Brunello geerntet wird. Der Chianti, zumeist der leichtere der drei, wenn möglich ein Chianti CLASSICO, weist starke Ähnlichkeiten in den Kellermethoden auf und ist eine feine Sache, wenn es um eine sanfte Abwechslung geht. Barolo bzw Brunello hingegen sind oft ähnlich schwer wie der Bordeaux auch dadurch, daß ein nicht stark abweichendes Klima herrscht. Diese Weine haben ausserdem ein vergleichbares Alterungspotenzial, was die Reiferen insbesonders attraktiv macht.


K a l i f o r n i e n / A u s t r a l i e n

Die Kalifornier, speziell die aus dem Napa Valley, sind durch ihre dem Bordeaux ähnelnden Geschmäcker bekannt geworden. Man hat hier Kellertechnik, einige Trauben und sogar einige Winzer übernommen, sodaß manchmal eine Kopie des Originals zutage trat. Das soll nicht negativ gewertet werden, denn schließlich hat man sich so auf bewährte Grundzutaten berufen, um auf neuem Boden mit anderem Klima einen Wein zu erzeugen, der sich in den letzten Jahren sehr oft von positiver Seite gezeigt hat. Zwar kann man dies auch am Preisgefüge gut erkennen, jedoch hat man sehr gute Weine zur Verfügung, die durch ihre Vollmundigkeit und Faßbetonung einfach früher und schmackhafter zu trinken sind als vergleichsweise junge Bordeaux. Mit nicht ganz so stark ausgeprägten Charakteren und einer gewissen Eigenständigkeit im Geschmack können die Australier noch nicht ganz mit anderen internationalen Qualitäten mithalten. Natürlich gibt es auch hier Spitzenweine, die zur Zeit sehr gefragt sind. Im Grundcharakter den Kaliforniern und somit auch dem Bordeaux ähnlich, sind sie eine angenehme und oftmals preiswerte Ergänzung zum bestehenden Programm.


S p a n i e n

Spanien stellt eine Sonderform dar, da alle Grundbedingungen verschieden sind: Eine andere Geschichte, andere Traubensorten, Böden und klimatische Verhältnisse. Kellertechnisch hingegen entstehen Weine, die in ihrer Art ein wenig an Kalifornien erinnern, da auch sie einen stark ausgeprägten Faßton besitzen. Zumindest gilt dies für die Weine aus Rioja, die zu unseren absoluten Favoriten dieses Landes zählen. Deren Faßton und dieser gewisse Hauch von Vanille, den man bei den Rioja oft vorfindet, machen diese Weine sehr interessant. Besonders hervorzuheben sind hier die (Gran) Reserva-Qualitäten, die speziell im Alter ein absolutes Plus im Geschmack bieten.

...hier hat es uns geschmeckt!


F r a n k r e i c h

Frankreich hat zwar relativ viele Anbaugebiete und somit auch viel Abwechslung zu bieten, uns haben jedoch bisher nur die Burgunder und die Südfranzosen besonders zugesagt. Bei den Burgundern hatten wir leider die schönsten Tropfen im Rotweinbereich und dort speziell bei den alten Spitzenqualitäten. Leider deswegen, weil sie für den vermehrten Genuß einfach zu teuer sind. Wenn es um einen einfachen Tropfen zwischendurch geht, darf es auch schon mal einer aus dem Süden sein, speziell aus Minervois oder Languedoc. Mit ihren attraktiven Preisen winken sie förmlich zu sich heran und können dann mit einem angenehm leichten Geschmack begeistern.

Natürlich gibt es noch viele andere Weine, die als Alternativen in Betracht kämen, aber letzten Endes sind es doch nur Alternativen. Denn für uns geht nichts über einen hochklassigen Bordeaux. Nur da diese Weine leider oft sehr teuer sind, weicht man gerne auf die nicht minder interessanten "kleinen" Bordeaux aus. Und mit jedem "Kleinen" freut man sich ein Stück mehr auf den nächsten "Großen"...

aktualisiert: 07/2011 | Anregungen hier abgeben

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